Belastungsabhängige dynamische Raumzuweisung für verschiedene Verkehrsträger
Teilprojekt D
Beschreibung
Strategien für die Nutzung des Straßenraums für verschiedene Verkehrsträger können die Zugänglichkeit optimieren, mit dem langfristigen Ziel, Reisende zu motivieren, sich für bestimmte Verkehrsmittel anstelle des privaten Pkw zu entscheiden, was zu einer geringeren Pkw-Nachfrage und einer effizienteren Nutzung des Straßenraums führt. Unter den verschiedenen politischen Maßnahmen haben sich zweckgebundene Fahrspuren (für Fahrräder oder Busse) aufgrund ihrer Wirksamkeit bei der Verringerung verkehrsbedingter Verzögerungen bewährt. Allerdings wird der für einen Verkehrsträger reservierte Platz von einem anderen Verkehrsträger in Anspruch genommen, was zu Staus aufgrund lokaler Kapazitätsverringerung führen kann, z. B. in Gegenden mit seltener Nutzung oder unflexibler Nachfrage, was darauf hindeutet, dass die Wahl des Standorts eine wichtige Rolle für die Effizienz der Strategie der Platzzuweisung spielt.
Ein optimales Gleichgewicht zwischen der Förderung umweltfreundlicher Verkehrsträger und der allgemeinen Verkehrsleistung zu finden, ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Dies liegt nicht nur an der Komplexität der Modellierung des multimodalen Verkehrsnetzes, sondern auch an der wettbewerbsorientierten Natur des Problems, die eine genaue Vorhersage der Reaktionen der Reisenden in Bezug auf die Wahl des Verkehrsträgers und der Route erfordert; diese können durch jede Infrastrukturänderung (z. B. eine eigene Fahrspur) erheblich beeinflusst werden. Dieses Problem der optimalen Planung kann durch die Annahme statischer Verkehrsbedingungen angegangen werden, wobei die Reisezeiten auf den Verbindungen durch empirische Beziehungen auf der Grundlage von Standard-Verzögerungsfunktionen berechnet werden. Allerdings sollte die dynamische Ausbreitung von Staus aufgrund von Rückstaueffekten in städtischen Netzen berücksichtigt werden.
Das Problem des städtischen Straßenraummanagements kann auf der Grundlage makroskopischer Verkehrsmodellierung unter Verwendung des makroskopischen Fundamentaldiagramms (MFD) untersucht werden. Reservierte Fahrspuren für verschiedene Verkehrsträger können verkehrsbedingte Verzögerungen auch für nicht priorisierte Fahrzeuge reduzieren. Das MFD kann die dynamischen Interaktionen zwischen konkurrierenden Verkehrsträgern erfassen, und es kann ein allgemeiner Rahmen für die Zuweisung von Straßenraum entwickelt werden, der den Passagierdurchsatz und die Verwaltung der Straßenkapazität optimiert. Es wird erweitert, um die Dynamik der Verkehrsströme im Netz zu erfassen und eine dynamische Zuweisung des Straßenraums zwischen den Verkehrsträgern zu ermöglichen, wo dies möglich ist.
Publikationen
Projektleitung
Gruppe Strassenverkehrstechnik
Stefano-Franscini-Platz 5
8093
Zürich
Schweiz
Wissenschaftler
Gruppe Strassenverkehrstechnik
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Zürich
Schweiz